Salzburg Marathon 2025

Claudia Marathon Salzburg - Ziel Foto

18.05.2025

Ein Laufbericht über Zweifel, Rücken, Regen – und das größte Glück bei Kilometer 42.

Run happy. Oder: Wie ich (doch) über die Ziellinie lief..
Jeder läuft einen Marathon aus einem anderen Grund – wenn er ihn überhaupt läuft. Tatsächlich sind es nur wenige Prozent, die sich überhaupt auf diese Distanz wagen.

Mein Grund? Nun ja … diesmal war ich selbst nicht hundertprozentig entschlossen.
Der neue Marathonkurs meines Lauftreffs stand in den Startlöchern – und ich wusste: Ich will dabei sein. Die Gruppendynamik, die Motivation durch die Trainer, der für mich abgestimmte Trainingsplan – das alles gibt mir Struktur. Gerade jetzt, in einer Zeit ohne Job, wollte ich diese feste Konstante nicht missen.

Aber: Mit welchem Ziel sollte ich teilnehmen?
Ich fühlte mich körperlich eher nach Halbmarathon.

Dann kamen im Januar Achim und Silke mit der Idee: Lass uns am 18. Mai in Salzburg laufen!
Bis dahin war ja noch Zeit. Und mit regelmäßigem Training würde sich meine Fitness schon steigern.
Also: angemeldet. Und los ging’s.

Am besten beschreibt meine Gedanken mein Text an Lisa nach dem Lauf:


Guten Morgen, liebe Lisa – danke für deine Nachricht.

Wir sind gut zu Hause angekommen.
Ich bin mega happy und stolz auf meinen Lauf.Ich hatte während des Trainings immer wieder Probleme an den Muskelansätzen im Hüft- und Rückenbereich.
Der Lauf bestand aus zwei Runden (wie in Freiburg), und ich wusste: Wenn’s nicht geht, kann ich bei km 21 aufhören. Aber das war natürlich nicht mein Ziel.Die erste Runde lief richtig gut. Ich war knapp unter meiner Ziel-Pace von 5:38 – für mich völlig okay.

Die Strecke? Traumhaft: Berge, Schlösser, die Festung im Blick. Kaum Höhenmeter, viel Schatten.
Und: Mein Lieblingslaufwetter! Leichter Nieselregen, einmal richtig Regen, ein bisschen Wind – und zum Schluss Sonnenschein.In der zweiten Runde hat sich mein Rücken gemeldet, und die Hüfte wurde zäh. Kein stechender Schmerz – eher wie ein inneres Bremsen. Ich habe an dich gedacht: einfach laufen. Also bin ich weiter – mit kleinen Schritten und angepasstem Tempo.Bei Kilometer 41 rief der Moderator meinen Namen: Bist du glücklich? – Jaaaaa! rief ich zurück und lief über die Brücke, begleitet vom Applaus und meinem Namen aus dem Publikum. 

Da hatte ich das erste Mal Tränen in den Augen.

Das zweite Mal: im Ziel.

Und das dritte Mal: in Klaas’ Armen.

Silke und Achim warteten im Ziel mit Wasser und Umarmung – ich war (und bin) einfach nur glücklich. Fazit? Ich würde jederzeit wieder in Salzburg laufen – es war einfach wunderschön. Aber fürs Erste reicht mir auch mal wieder ein Halbmarathon 🙂

Nach oben scrollen